Bereichsnavigation

"Materials World Network": Deutsch-amerikanische Zusammenarbeit in der Materialforschung

Die National Science Foundation (NSF) der USA, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und weitere europäische Förderorganisationen kooperieren seit mehreren Jahren im Rahmen des "Materials World Network", um die Zusammenarbeit zwischen den USA und Europa auf dem Gebiet der Materialforschung zu stärken. Die DFG hat diese Initiative im Jahr 2008 verstetigt, indem sie bis auf Weiteres Gemeinschaftsprojekte in der Materialforschung mithilfe koordinierter Förderung durch die nationalen Förderorganisationen dauerhaft ermöglicht.

Im Rahmen des "Materials World Network" können deutsch-amerikanische Gemeinschaftsanträge gestellt oder auch innereuropäische Kooperationsprojekte mit amerikanischer Beteiligung beantragt werden. Der Begriff Materialforschung umfasst hierbei Arbeiten zur Herstellung, Charakterisierung oder Verarbeitung von Materialien. Damit sind Anträge zu Disziplinen übergreifenden Vorhaben aus der Physik, der Chemie und den Ingenieurwissenschaften möglich. Sie können sowohl von einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auch von Forschergruppen eingereicht werden.

Neben der wissenschaftlichen Qualität der Vorhaben wird bei der Projektauswahl vor allem die vorgesehene transatlantische Zusammenarbeit bewertet. Es wird vorausgesetzt, dass alle Teilvorhaben eng aufeinander abgestimmt und in den Arbeitspaketen konkret verknüpft sind. Der gegenseitige wissenschaftliche Nutzen und die Balance der wissenschaftlichen Herausforderungen ist deutlich zu machen. Pläne zum Austausch und zu längerfristigen Aufenthalten von Studierenden beziehungsweise Doktorandinnen und Doktoranden werden ausdrücklich erwartet. Fortsetzungen zu bereits laufenden unilateralen Projekten aus DFG-Förderung können in dieser Initiative nicht behandelt werden. Die Begutachtung und Entscheidungsfindung wird zwischen NSF und DFG sowie gegebenenfalls betroffenen europäischen Förderorganisationen abgestimmt. Die Förderung erfolgt separat auf nationaler Ebene. Da diese Projekte in Konkurrenz zu unilateralen Projekten der NSF und der DFG stehen, können nur besonders herausragende Vorhaben in die Förderung aufgenommen werden. Anträge, die Kooperationen mit nur geringer Verzahnung der Arbeitspakete oder geringfügigem Austausch von wissenschaftlichem Personal vorsehen oder für die Mittel nur auf deutscher Seite vorgesehen sind, können unabhängig von dieser Initiative jederzeit im Normalverfahren eingereicht werden. Darüber hinaus gelten die Regelungen zur Antragsberechtigung des Förderinstruments "Einzelförderung/Sachbeihilfe" (Normalverfahren).

Bei der Antragstellung sollen folgende Hinweise beachtet werden:

  • Die Antragstexte sollen durchgängig in englischer Sprache abgefasst sein.

  • Die Laufzeit der Vorhaben soll durchgängig drei Jahre betragen.

  • Es wird vorausgesetzt, dass alle Teile des Gemeinschaftsvorhabens durch eine gemeinsame Projektbeschreibung im NSF-Antrag dargelegt werden. Eine separate Projektbeschreibung des deutschen Teilvorhabens im Anhang des NSF-Antrags oder ein separater DFG-Antrag sind nicht vorgesehen.

  • Für die Gliederung des NSF-Antrags gelten die in der einschlägigen NSF-Ausschreibung aufgeführten Maßgaben.

Anträge im "Materials World Network" sind jeweils bis zum in der NSF-Ausschreibung genannten Stichtag im Spätherbst eines jeden Jahres bei der NSF einzureichen. Antragstellende senden zum gleichen Stichtag folgende Informationen zusätzlich auch an die DFG unter dem Stichwort "Materials World Network":

  • die gesamten bei der NSF eingereichten Antragsinformationen als ein zusammenhängendes pdf-Dokument,

  • Informationen gemäß DFG-Merkblatt 1.02e, Abschnitte 5 (prerequisites for carrying out the project), 6 (declarations) und 7 (signatures) als separate pdf-Dokumente.

Benötigt werden die Dokumente ausschließlich in elektronischer Form als pdf-Datei auf CD-ROM.

Interessenten werden gebeten, sich vor der Antragstellung mit der DFG-Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen.


Fragen zu den allgemeinen Rahmenbedingungen des "Materials World Network" beantwortet Ihnen

Dr. Michael Mößle


Ansprechpartner Ingenieurwissenschaftliche Werkstoffforschung

Dr.-Ing. Burkhard Jahnen


Ansprechpartner Physikalische Materialforschung

Dr. Michael Mößle


Ansprechpartner Chemische Materialforschung

Dr.-Ing. Georg Bechtold


Für weitergehende Fragen zu bilateraler Kooperation mit Nordamerika (USA, Kanada) wenden Sie sich bitte an

Dr. Max Vögler

Zusatzinformationen

Weitere Informationen

Die Ausschreibung der NSF und Details zur Antragstellung über "FastLane" sind im Internet abrufbar unter

Weitere Informationen

Die Ausschreibung der NSF und Details zur Antragstellung über "FastLane" sind im Internet abrufbar unter:

Das DFG-Merkblatt 1.02e ist im Internet abrufbar unter:

© 2010-12 DFG Aktualisierungsdatum: 16.12.2011Sitemap  |  Impressum  |  Kontakt  |  RSS Feeds

Textvergrößerung und Kontrastanpassung